Erfahrungen als Trainee: Roche Diagnostics

20.11.2011

Erfahrungen als Trainee bei RocheRoche-Trainee Julia Hoffmann (29) hat an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studiert und dort am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) promoviert. Nach einem MBA am Collège des Ingénieurs stieg sie bei dem Healthcare-Unternehmen ein. Im Interview mit dem Trainee-Geflüster spricht sie über den Auswahlprozess für ihre Trainee-Stelle, den Inhalten in dem Programme und dem Trainee-Gehalt bei Roche.

Welches Trainee-Programm bei Roche absolvierst Du?

Ich bin seit 15.11.2010 Trainee im Management Start Up Programm mit dem Schwerpunkt Projektmanagement in den Zentralbereichen der beiden großen deutschen Standorte in Mannheim und Penzberg. Es gibt im Programm aber auch die Möglichkeit, andere Bereiche und Funktionen kennenzulernen. Neben meinem Schwerpunkt „Projektmanagement“ wird das Trainee-Programm auch im Bereich Logistik, Marketing & Sales, HR sowie mit einer naturwissenschaftlichen Ausrichtung angeboten.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Roche ab?

Das Auswahlverfahren verläuft in drei Schritten: Auf die Online-Bewerbung folgt ein Telefoninterview und danach ein Assessment Center als finale Auswahlmethode. Bei mir ging das alles sehr schnell: Nur wenige Tage nachdem ich die Bewerbung abgeschickt hatte, fand das Telefoninterview statt und knapp eine Woche später das Assessment Center. Das Assessment Center dauert insgesamt zwei Tage. Am ersten Tag stand das gegenseitige Kennenlernen von Bewerbern und Unternehmen im Mittelpunkt mit einer Vorstellungsrunde, Unternehmenspräsentation und gemeinsamem Abendessen. Ich fand es sehr angenehm, schon am ersten Tag alle Beteiligten in relativ lockerer Atmosphäre kennenzulernen. Am zweiten Tag folgten dann die eigentlichen Aufgaben: eine gemeinsame Kooperations-  und mehrere Einzelaufgaben. Bei der Bearbeitung wurden die Teilnehmer von einem Team aus dem Management von Roche beobachtet.

Wie war Dein persönlicher Eindruck von dem Assessment Center bei Roche?

Ich war positiv überrascht von der angenehmen Atmosphäre, die zwischen allen Beteiligten herrschte. Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, das Verfahren transparent zu gestalten, so dass alle mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren sind.

Wie ist der grobe Ablauf Deines Trainee-Programms bei Roche?

Das Programm dauert insgesamt 24 Monate. In der Regel werden vier bis fünf Projekte absolviert, die jeweils drei bis zehn Monate dauern und in verschiedenen Bereichen mit jeweils unterschiedlichen „Auftraggebern“ stattfinden. Fest eingeplant ist dabei eine Auslandsstation von rund drei Monaten. Ich werde im November nach Rotkreuz in die Schweiz gehen. Grundsätzlich gibt es für die Trainees aber die Möglichkeit, an allen Roche-Standorten in 150 Ländern weltweit eingesetzt zu werden. Die Zeiten und auch die Projekte sind nicht starr festgelegt, sondern werden abhängig von Bedarf und Interessen des Trainees und der Fachbereiche ausgewählt. Auch die persönliche Weiterentwicklung des Trainees spielt eine Rolle.

Finden bei Roche für die Trainees auch sog. „trainings-off-the-job“ zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung statt?

Es gibt ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm für alle Mitarbeitenden bei Roche, das man natürlich auch als Trainee nutzen kann. Außerdem gibt es Seminarangebote ausschließlich für die Trainees, so beispielsweise  ein Seminar über Verhandlungsführung oder ein Unternehmensplanspiel, das ich vor kurzem besucht habe. Ich habe außerdem im letzten halben Jahr ein sehr intensives Projektleiter-Training in mehreren Modulen absolviert.

Was sind Deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten in dem Trainee-Programm bei Roche?

Die Aufgaben sind sehr vielfältig und hängen stark vom aktuellen Bereich und Projekt ab. Als Trainee übernimmt man schnell Verantwortung. Man bearbeitet selbstständig eigene Projekte oder Aufgaben in Großprojekten, die anspruchsvoll und für das Unternehmen relevant sind. Momentan bin ich im Bereich Standortentwicklung tätig, der als Stabsstelle direkt an die Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH angebunden ist. Dort arbeite ich an verschiedenen strategischen Initiativen und Change-Projekten und übernehme Assistenzfunktionen für die Geschäftsführung. In meiner nächsten Station werde ich in einer globalen Funktion an einem Business Development-Projekt arbeiten und dort völlig neue Aufgaben haben.

Welche Eigenschaften braucht man für den Job?

Die Studienrichtung ist nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass man gut strukturieren und selbstständig arbeiten kann und offen mit Menschen aus allen Bereichen und Ebenen umgeht. Vor allem aber sollte man neugierig auf vielfältige Themen und Aufgaben sein und die Motivation haben, Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Wie sind bei Roche Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Jeder Trainee hat einen erfahrenen Mentor aus dem Management, der einen während des Programms in der fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt und berät. Die Beobachtungen aus dem Assessment Center dienen zum Beispiel als Grundlage für das erste Entwicklungsgespräch. Außerdem gibt es zum Ende der Projektphasen Feedback von Vorgesetzten oder den Leitungsrunden der jeweiligen Bereiche.

Nimmst Du an Netzwerkveranstaltungen teil?

Durch die unterschiedlichen Projekte knüpft man in den zwei Jahren sehr viele Kontakte auf allen Ebenen in vielen Bereichen von Roche. Die Seminare und Trainee-Treffen, wie das jährliche Exchange-Meeting mit den Trainees aus verschiedenen Standorten, sind weitere gute Gelegenheiten, um das eigene Netzwerk auszubauen. Auch privat sind wir Trainees oft gemeinsam unterwegs. 

Auf wie viele Arbeitsstunden kommst Du in der Woche?

Das ist wirklich sehr unterschiedlich und hängt von der aktuellen Aufgabe ab. Es gibt natürlich Zeiten, zum Beispiel in kritischen Projektphasen, in denen die 40 Stunden nicht ausreichen. Es gibt aber meistens die Möglichkeit, das in ruhigeren Zeiten wieder etwas auszugleichen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei Roche?

Ich denke die Höhe ist angemessen und vergleichbar mit den Einstiegsgehältern in der Industrie. Allerdings bleibt es bei Roche nicht unbedingt beim Grundgehalt – in den  zwei Jahren sind leistungsabhängige Gehaltsanpassungen möglich, durch die das Trainee-Gehalt steigen kann.

Ist Dein Arbeitsvertrag bei Roche auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Mein Vertrag ist auf 24 Monate befristet. Allerdings war eine Übernahme von Anfang an fest eingeplant. Von den ehemaligen Trainees weiß ich, dass für alle eine passende Übernahmemöglichkeit gefunden wurde.

Wie geht es für Dich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Roche weiter?

Ich habe noch ein Jahr vor mir und weiß daher noch nicht genau, in welchen Bereich ich bei Roche gehen werde. Mein Ziel ist es in jedem Fall, Projekt- oder Führungsverantwortung zu übernehmen, beispielsweise als Projekt- oder Gruppenleiter. Durch das Netzwerk, das man sich in den zwei Jahren aufbauen kann, ergeben sich immer interessante Möglichkeiten.
 

Roche Trainee-ProgrammeDas Unternehmensprofil des Healthcare-Unternehmens liefert mehr Informationen über und die Trainee-Programme von Roche.

 

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